de tweede siet
das beste am norden…ist unser nerz!

ein alter nerz
©pd-vmh
diese berühmte regenjacke in signalgelb war in den 70er jahren nicht nur eine der beliebtesten arbeitsjacken der fischer und segler an unseren küsten, nein, auch landratten schätzten den optimalen schutz gegen wind und wetter.
wasserdicht war der nerz, hatte eine riesengroße kapuze, ebenso großen taschen und unter einer leiste feste druckknöpfe zum verschließen. die nähte wurden zusätzlich verklebt oder verschweißt. Fast luftdicht verschlossen war man in solch jacken. aber nur fast, denn unter der achsel waren ösen eingesetzt. eine ordentliche belüftung erlangte man aber damit nicht. dieses versprechen hochmoderne gewebe - aber sind diese auch so wasserdicht wie der gute friesennerz? Klassisch ist das gewebe eines friesennerzes innen mit blauer viskose überzogen, außen mit gelbem kautschuk beschichtet. kautschuk wurde später von pvc ersetzt.
übrigens, habt ihr gewußt, daß unser friesennerz gar nicht aus friesland, sondern aus dänemark kommt? Ein findiger mann namens jan e. ansteen nielsson entwarf unseren nerz. In dem städtchen hörve, nahe kopenhagen, tüftelte er an einer wasserdichten jacke für berufssegler und fahrradfahrer herum. 1965 war es dann soweit, die gelbe öljacke kam auf den markt. natürlich war es keine öljacke, denn solch eine bestand ja ausschließlich aus geölter baumwolle. seinen heute noch gebräuchlichen namen bekam diese jacke erst später.
deutschland war damals schon ein wichtiger absatzmarkt für die artikel aus dänemark. die jacke wurde für allerlei maritimer arbeit ein begehrter begleiter. schnell wurden die fertigungsanlagen in hörve zu klein. Man verlegte kurzerhand die fabrik nach hamburg rellingen. Unverändert bis heute wird der friesennerz von dort angeboten. gelb muß er allerdings sein, das original halt. Zwar klappt es nicht mehr, ihn für die zwanzig mark, die er damals kostete, anzubieten, auch leichter wurde er nicht. Das rund ein kilo schwere regenzeug kostet heute um die 60 euro.
warum nun der nerz gerade friesennerz heißt, kann ich euch nicht beantworten. Denn letztlich hat sich dieses praktische arbeitszeug an all unseren küsten breit gemacht, könnte eigentlich auch holsteinnerz heißen...
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diesen abschiedsgruß versteht und verwendet man mittlerweile in ganz deutschland. varianten wie tüüs oder auch tschüssing sind eher an der küste zu hören.
Dieser so schön kurze und prägnante gruß war ursprünglich vor allem in norddeutschland, in der hansestädten zu hören. dort gebrauchten die seelords häufig das spanische adiós oder portugiesisch adeus. vielleicht ist das auch noch mit dem französischen adieu, richtiger mit dem wallonischen adjüüs vermischt worden. das bleibt letztlich ungeklärt. wie viele ausdrücke wurde dann aber auch dieser ins plattdeutsche verballhornt. übrig blieb dann ohne bewussten bezug zum ursprung das atschüs. zweisilbrig als ausdruck wohl noch zu lang, schliff er sich in der umgangssprache zu einem einfachen tschüs ab.
na denn: tüüs ok
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wie kam der tee nach norddeutschland
Wenn man bedenkt, daß in unseren Breiten relativ wenig Tee angebaut wird, stellt sich die Frage, warum schlabbert gerade der Norddeutsche so viel Tee?Wie es nun mal üblich ist, werden bei einem guten Teepunsch Geschichten erzählt, so hör mal `n beten to, wenn ick di nu disse Geschicht vertell:
In den Sturmnächten des Jahres 1735 waren Segler unterwegs, wohlmöglich in Richtung dänischer Königshof. Auf den der Inseln Sylt und Amrum vorgelagerten Sandbänken strandete einer dieser Clipper. Noch heute wird diese Gegend, gefährlich durch die sich ständig ändernden Verhältnisse der Sände, in den Seekarten als der 'Theeknob' bezeichnet. Die Anwohner bargen diese Kisten als Strandgut, schleppten sie in ihre Häuser. Schon damals gehörte der Grünkohl als Grundnahrungsmittel in jedes Haus.
Nun versuchte man durch Zugabe der gefundenen Blätter, Lungkaal wurden sie benannt, diese Grünkohlgerichte, aber auch Salate oder Grützen zu verfeinern. Schnell erkannte man, daß diese Blätter dazu nicht taugten. Das feine Grünkohlgericht war 'verbittert'. Erst einer der Seefahrer aus der Nachbarschaft, Amrumer soll er gewesen sein, zeigte seinen Leuten, wie man in Indien und China mit diesen Blättern Tee zubereitet.
und da die rauhen Zeiten auf den Inseln oft mit einem Rum von innen geheizt wurden, goß man einen guten Schuß in dieses Heißgetränk, versüßte es mit einem Kluntje und - der Teepunsch war geboren. Varianten mit Sahne und mit oder ohne Rum und Zucker findet man in jedem norddeutschen Teehaus.
Hier meine Lieblingsvariante:
Zutaten:
1 lt starken, schwarzen Tee
75 gr Kandis
1/4 lt Portwein
1/4 lt Rum
1 Limette und Zimtstangen
den Zucker im heißen Tee auflösen, Port und Rum dazugeben, presst die Limone aus und gebt den Saft und ein paar Schalen mit dazu. Derweil das ganze erhitzen, aber nur erhitzen, nicht kochen! Serviert in einem feinen Teeglas wird der Punsch dann mit der Zimtstange umgerührt.
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die teealternative - ein tipp!
eine sache des geschmacks ist es. der eine bevorzugt den darjeeling, der andere einen assam. teetrinker kennen die teeinitiative aus berlin, die feinen bio-darjeeling anbieten. ich aber bevorzuge einen assam, kräftig, leicht malzig, rotgolden in der tasse. kaufte ihn meist beim händler in der stadt, ließ ihn mir aber auch von einem teekontor aus hamburg schicken.vor wochen nun fand ich im netz die seite der
ob der ostfriese mit einem kluntje oder der blatt-tee, dieser duft, dieser geschmack, diese farbe überzeugte mich. sobald ich nur den boden meiner teedose erahne geht die bestellung für ein weiteres pfund assam heraus.
bei thomas zimmermann ist das drin, was draußen drauf steht: feinster assam tee aus ökologischem anbau. und das auch noch überraschend günstig.
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love & Peace auf fehmarn - 1970

meine tickets
Als einer von etwa 25.000 Hippies, die wir Anfang September 1970 auf die Ostseeinsel Fehmarn pilgerten, hatte ich schon zu Beginn ein Gefühl des Zusammenseins, wie zuvor auch auf der 'Isle of Wight' erlebt. Zu hunderten wanderten wir vom Festland über den 'Kleiderbügel', wie wir damals unsere Fehmarnsundbrücke nannten. Vom Festland auf die Insel, denn hier, in der nähe von heiligenhafen, bekam man noch einen Parkplatz. Sofort nach der letzten TV-Reparatur am Freitagnachmittag stürzten wir in die Autos und los ging’s. Denn pünktlich wollten wir da sein, die ersten Akkorde der Bands hören, dabei unser Zelt aufbauen. Schnell noch hier und dort eingekauft, etwas zu trinken, ein bisschen Brot, ein Rammel Käse, eine Salami - meine Güte, alles sollte für drei Tage halten. Was wir vergaßen, Regenklamotten.
Vom 4. - 6. September 1970 fand das Festival statt, der Wettergott versprach einen sonnigen Spätsommer - das wurde nun ganz und gar nicht eingehalten, es regnete und stürmte drei Tage lang. Viele wunderten sich später, dass wir trotzdem alle dablieben. Ein Jahr zuvor war in den USA Woodstock über die Bühne gegangen, 400.000 feierten drei Tage lang mit dutzenden Bands. Eine Antwort darauf wollten drei jungs aus Kiel geben.
Helmut Ferdinand, Christian Berthold und Tim Sievers engagierten internationale Stars wie Renaissance, Ginger Baker´s Airforce, Alexis Korner, Cactus, Emerson, Lake & Palmer, Canned Heat, Mungo Jerry, Sly and the Family Stone, Rory Gallaghers Taste, The Faces mit Rod Stewart und Ron Wood, aber auch damals erfolgreiche nationale Größen wie Frumpy oder Floh de Cologne, Rio Reiser mit den Roten Steinen, und als Superstar Jimi Hendrix! Jimi Hendrix auf Fehmarn! Nicht zu glauben, aber die Veranstalter veröffentlichen zum Beweis sogar die Verträge in der regionalen Presse. Sie alle sollten auf einem Acker vor dem Flügger Strand auf der Insel Fehmarn spielen.

über den acker zum strand

meine zeltnachbarn
Und er kam auch tatsächlich. Die Kieler Nachrichten schrieben später: "Trotz Regen und Sturm: Jimi kam, und die Fans jubelten". Bis dahin musste man sich aber lange in Geduld üben. Viele Gigs wurden abgesagt oder verschoben.
Jimi spielte schließlich am Sonntag, nicht, wie vertraglich vorgesehen am Sonnabend, sogar weit über eine stunde.

jimi on stage
© ndr1-sh
Kurze Zeit später war allerdings das Chaos komplett. Das Festival ging in Ausschreitungen der Ordnertruppe aus Hamburg unter. Die Organisatoren hatten ausgerechnet Rocker aus Hamburg als Ordner angeheuert. Knapp 200 der "Bloody Devils", sie verbanden sich später mit den "Hells Angels", kamen und hatten ganz schnell das Kommando übernommen. Sie forderten am Sonntag ihren Lohn ein, den es aber nicht gab. Die Auszahlung wurde immer wieder verschoben. dann, am Abend, machte schnell ein Gerücht die Runde, nämlich, dass die Organisatoren mit der Kasse verschwunden seien. Schließlich entlud sich die volle Rocker-Wut, es brannte die Bühne oder etwas in der Nähe. Am nächsten Tag zeigte es sich, dass es der Wagen der Organisationszentrale war. Die Bühne selbst aber war noch intakt.
das Festival war zu ende, die leute unterwegs nach haus, es hätte doch eigentlich noch bis Mitternacht gehen sollen.

In meiner Erinnerung allerdings dominieren ganz andere Eindrücke: eine grandiose, alles überbrückende Stimmung, entstanden aus dem gemeinsamen Dem-Wetter-Trotzen, dem Wunsch nach guter Musik und der Sehnsucht nach Love and Peace. Die drei Organisatoren waren am Ende hoch verschuldet, der Acker am Flügger Strand erholte sich irgendwann wieder, und auch auf Fehmarn ging das Leben weiter. Fehmarn war ein Teil des Traums vom unreglementierten Leben. Allen Widrigkeiten zum Trotz war es gerade das Chaos, was die Botschaft der Anarchie verkündete. Wir versanken mit unseren Zelten im Matsch, alles war so herrlich unorganisiert, man wusste nicht, wie man das nächste Bier herbekommt oder wie man zur nächsten Toilette kommen sollte. Aber weil es allen so erging, entwickelte sich ein tolles Gefühl des Zusammenhalts, des Zusammengehörens.
Zwölf Tage später verstarb der Protagonist dieses Festivals, James Marshall Hendrix, in London. So wurde das Fehmarner Festival zu Jimi Hendrix' letztem Auftritt. Zur Erinnerung daran steht nun auf besagtem Festivalacker vor dem Flügger Strand ein Gedenkstein.
am gedenkstein - flügger strand
p.s. sabine leipertz, musikredakteurin vom ndr, bat mich im sommer 2011 als zeitzeuge um ein interview. ich besuchte sie in hamburg und klönte mit ihr über diese drei tage auf fehmarn. ihr toller bericht wurde auf der ndr internetseite veröffentlicht.
hier der link auf die seite:
das essen der matrosen

Die Grundmasse bestand aus durchgedrehtem und aufgekochtem Pökelfleisch mit gestampften Kartoffeln, häufig mit gehacktem Salzhering, Zwiebeln und zerkleinerten Salzgurken verfeinert.
An Land galt Labskaus (von engl. lobscouse) lange als Arme-Leute-Essen, bis es im Zuge nostalgischer Hinwendung zu alten Rezepten auf die Speisekarte aller traditionsbewusster Restaurants geriet.
Labskaus wird jetzt meist mit Rollmops, Gewürzgurke, roten Beten und pro Portion mit einem Spiegelei serviert.

über den kleiderbügel auf den knuust
schon im 19. Jahrhundert wurde die Idee geboren, eine Verkehrsverbindung zwischen Deutschland und Dänemark einzurichten. Fähren über Sund und Belt, eine Eisenbahnstrecke über Land würden dann die Metropolen Hamburg und Kopenhagen verbinden. Da viele Zugvögel den Weg in Richtung Norden über Holstein und Fehmarn nahmen, war schnell eine Bezeichnung für diese Route gefunden: die Vogelfluglinie.
fehmarnsundbrücke von großenbroderfähre aus gesehen

unser kleiderbügel
durch das schnell wachsende Verkehrsaufkommen war allerdings der Gedanke an die Vogelfluglinie umgehend wieder aktuell und die Bundesrepublik und das Königreich Dänemark einigten sich zum Ausbau der Strecke.
1961 begann man damit, die Brücke über den Sund zu bauen. Die Straßen- und Bahnanbindung von Großenbroderfähre, dem alten Fährhafen, war ein weiterer abschnitt der unternehmung. hier wurde allerdings der fährbetrieb mit der Eröffnung der vogelfluglinie eingestellt. 60 Jahre lang haben die Fährschiffe ‚Fehmarn' und ‚Schleswig-Holstein' Mensch und Tier, Geräte und Handelsgut, auch unseren alten käfer transportiert. Weiter über die Insel in richtung puttgarden führten nun neue Gleise und eine neue, breite Straße. oben am Fehmarnbelt entstand der Fährhafen Puttgarden. für einen reibungslosen ablauf des wechsels von schiff auf strasse und schiene wurden dort allein 22 Kilometer Gleise mit 145 Weichen verlegt.

prinsesse benedikte vor puttgarden
im Jahr 2008 wurde nun ein weiterer Vertrag zwischen den Ländern geschlossen. Mit dem Bau einer festen Querung über den Belt soll begonnen werden. Trotz kontroversen Betrachtungen über den Nutzen eines solchen Vorhabens wurden die Verträge ratifiziert, es wird eine Brückenquerung verwirklicht. schon bald, nämlich im jahr 2011, soll baubeginn sein. Nach heutiger Rechnung verschlingt dieses Projekt 5,6 Milliarden Euro. Deutschland übernimmt nur einen kleinen Teil davon. für die Führung über Fehmarn und die Anbindung an die A1 werden heute 800.000€ gerechnet. Voraussichtlich 2018 ist die Brücke fertiggestellt.

puttgarden
...beinahe hätt' ich's vergessen, to fehmarn segg wi op plattdüütsch: de knuust.
glauben muß man
Gegen kalte Füße vom Winterspaziergang setzen die meisten Durchgefrorenen heißen Tee, Glühwein oder Grog ein. Weniger bekannt ist der Pharisäer, der nicht nur gut durchwärmt, sondern auch alle auf der Strecke gebliebenen Lebensgeister wieder weckt.Diese friesische Spezialität, bei der sich unter einem unschuldig-weißen Sahnehäubchen nichts als harmloser schwarzer Kaffee zu verbergen scheint, soll im 18. Jahrhundert auf der nordfriesischen Insel Nordstrand entstanden ist. Da soll ein Pastor nach einem Probeschluck schmunzelnd ausgerufen haben: 'Oh, ihr Pharisäer!'
Andere Geschichten erzählen davon:
Am 12. Oktober 1872 wurde der 'Pharisäer' von dem Bauern Peter Georg Johannsen im Elisabeth-Sophien-Koog auf Nordstrand sozusagen aus einer gewissen seelischen Not heraus erfunden, und das als das siebente Kind der Johannsens auf den Namen Helene Petria getauft wurde. Eine Kindtaufe ohne ein fröhliches 'Prost' war damals undenkbar. Der Nordstrander Seelenhirte, Pastor Georg Bleyer, Taufgast bei den Johannsens, hatte dem Alkohol einen gnadenlosen Kampf angesagt. So war die Taufgesellschaft dazu verurteilt, immer nur Kaffee zu trinken. Doch Bauer Johannsen hatte auf einmal die rettende Idee:
Einen ordentlichen Schuß Rum in eine angewärmte Kaffeetasse geben, mit heißem Kaffee auffüllen, zuckern und (damit dem Pastor nicht das Rum-Aroma in die Nase steigt) dem Ganzen eine dicke Sahnehaube aufsetzen. Aber, so ermahnte er die Mamsell, der Pastor kriegt nur Kaffee! Mit der zunehmenden Fröhlichkeit wurde jedoch Pastor Bleyer immer mißtrauischer. Ganz heimlich langte er nach der Tasse seines Nachbarn, nippte daran, und posaunte plötzlich los: 'Oh ihr Pharisäer!'
Also - mir ist die Variante mit dem netten Pastor lieber.

Hier nun der "echte" Pharisäer:
zutaten pro Person:
3/4 Tasse heißer, starker Kaffee
1/4 Tasse Rum (54%!)
1 Stück Würfelzucker
ungesüßte Schlagsahne
Zubereitung:
In den heißen Kaffee das Stückchen Zucker plumpsen lassen, den heiß gemachten Rum (bitte nicht kochen, sonst fliegt der "Geist" davon) hineingießen und das Ganze mit einer Haube aus frisch geschlagener Sahne (nicht geizen) krönen. Stilecht wird der Pharisäer nicht gerührt (auch nicht geschüttelt), sondern durch die Sahne getrunken.

an de eck steiht ´n jung mit ´n tüddelband
hamburger kinderlied
an de Eck steiht 'n Jung mit 'n Tüddelband
in de anner Hand 'n Bodderbrood mit Kees,
wenn he blots nich mit de Been in 'n Tüddel kümmt
un dor liggt he ok all lang op de Nees
un he rasselt mit 'n Dassel op 'n Kantsteen
un he bitt sick ganz geheurig op de Tung,
as he opsteiht, seggt he: hett nich weeh doon,
ischa 'n Klacks för 'n Hamborger Jung
Refrain
Jo, jo, jo, Klaun, klaun, Äppel wüllt wi klaun,
ruck zuck övern Zaun,
Ein jeder aber kann dat nich, denn he mutt ut Hamborg sien.
an de Eck steiht 'n Deern mit 'n Eierkorf
in de anner Hand 'n groote Buddel Rum
Wenn se blots nich mit de Eier op dat Plaaster sleit
un dor seggt dat ok al lang "bum bum".
Un se smitt de Eiers un den Rum tosomen
un se seggt "so 'n Eiergrog den hebb ik geern"
as se opsteiht, seggt se: "hett nich weeh doon,
ischa 'n Klacks för 'n Hamborger Deern
Refrain
Jo, jo, jo, Klaun, klaun, Äppel wüllt wi klaun,
ruck zuck övern Zaun,
Ein jeder aber kann dat nich, denn he mutt ut Hamborg sien.
teeglas
meine Art der Teezubereitung:
die Kanne wird heiß ausgespült, man erwärmt sie dadurch. Dann gebe ich den Tee in die Kanne, einen Teelöffel für die Tasse, einen dann noch für die Kanne. Die Kanne fülle ich mit dem heißen Wasser, na, bis gut zur Hälfte, laß den Tee ziehen, zwei bis fünf Minuten, ja nach Tageszeit, je nach Geschmack, sag ich immer.
ist er gut gezogen, fülle ich die Kanne auf. Nun kann man den Tee in eine Kanne durchsieben, damit nicht die Teeblätter in die Tasse gelangen. Bei uns zu Haus hießen diese Teeblätter Teeflöhe, ich weiß bis heute nicht warum.
klar geht es einfacher mit einem Teenetz, man erspart sich die zweite Kanne.
Aber will man die Teeblätter sich richtig entfalten lassen, dann gönn ich ihnen schon den Platz einer ganzen Kanne.
hier beim Earl Grey, ich will mich mal verwöhnen, lege ich erst einen Kluntje in die Tasse und gieße langsam den Tee drüber. Das Knistern dieses Riesenkandis fasziniert immer wieder vor dem Genuss dann beim Nippen an der Tasse. Nicht umrühren, oberstes Gebot. Erst zum Schluß schmeckt man dann den gesüßten Tee, als Tüpfelchen sozusagen.
übrigens, wisst ihr warum dieser feine englische Tee Earl Grey heißt?
Nun, auch hier spinnen sich wieder einige Geschichte herum, die nicht be- aber auch nicht widerlegt sind.
Einigermaßen sicher überliefert ist es, das es der britische Premierminister Charles Grey (1764-1849), Earl of Fallodon, war, die einem alten Teehaus in England diese Rezeptur überließ. Ich weiß nicht genau, ob es nun das Haus Twinings war, allerdings ist dieses Haus mein absoluter Favorit beim Earl Grey Tee. Mein Gaumen erfreut sich immer, diesen feinen Tee zu treffen.

charles grey - earl of fallodon
Weiter im Dunste der Wahrheiten - Der Earl blieb letztlich daheim in England, bestellte sich eine Ladung Tee aus China. Nun schützten damals die Seeleute den Tee vor Bordgerüchen, Teer und Fisch, mit einem Hauch Bergamotte-Aromas, ähnlich auch beim Rauchtee, der dadurch eine Berühmtheit erlang.
Meine letzte ausgegrabene Geschichte ist die des ölfasses Bergamotte, daß leckschlug und die Teekiste, adressiert an den Earl, durchtränkte.
Anyway, wie der gemeine Engländer sagt, Hauptsache ist, daß wir den Earl Grey Tee haben. Stimmt!
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neben der passat war die pamir in den frühen fünfziger jahren eines der letzten schulschiffe der handelsschiffahrt in deutschland. Sie war eine der acht letzten großsegler, flying p-liner, der reederei laeisz aus hamburg. 1905 lief sie in der hamburger blohm & Voß werft vom stapel und segelte auf ihrer ersten reise nach südamerika. Als salpeterfrachter umsegelte sie mehrfach kap hoorn, damals noch ohne hilfsmotor! Die beiden große kriege überstand sie recht abenteuerlich. einmal auf reede nahe santa cruz, la palma, später ging sie als reparationszahlung an italien, wurde nach finnland verkauft und segelte auch unter neuseeländischer flagge. 1954 ermöglichte eine stiftung von vierzig deutschen reedern den einsatz der beiden letzten großsegler pamir und passat als frachtsegler. Jetzt überholt und mit einer funkanlage ausgerüstet ging die pamir wieder auf große fahrt in Richtung südamerika.

pamir unter vollen segeln
©pd-vmh
mit dem untergang der pamir, der außerdienststellung der passat, ging die ausbildung der berufsschiffer auf den windjammern zu ende. Diese tradition, angehende offiziere einer segelausbildung auf einem großsegler zu unterziehen, führt seit dem die bundesmarine auf einem sich damals schon im bau befindlichen schiffes fort, der gorch fock.



